299 Pferde treffen auf eine Küchenparty

Niklas Moesche von Audi Hamburg rief mich kürzlich an. „Stefan, wir haben ein Event, das Dich interessieren könnte.“

Der Name: Die Küchenparty x der neue Audi Q7.

Das klang vielversprechend. Ich sagte zu.

Man sollte die organisatorischen Fähigkeiten eines Automobilverkäufers nicht unterschätzen. Und so musste ich mir an diesem Abend nicht einmal Gedanken darüber machen, wie ich von Hamburg nach Schenefeld komme. Der Chauffeur-Service holte mich ab und brachte mich zum Restaurant Reitstall Klövensteen.

Ich kam gerade noch rechtzeitig für das obligatorische Gruppenfoto.

Foto: Syltexklusiv- Stefan Kny

299 Pferde auf dem Weg zum Reitstall

Wobei die Anreise in diesem Fall bereits Teil der Veranstaltung war. Denn schon auf der Fahrt konnte ich mir einen ziemlich guten ersten Eindruck vom neuen Audi Q7 verschaffen.

Dass die dritte Generation tatsächlich rund einen Zentimeter kürzer ist als ihr Vorgänger, nimmt man ihr beim besten Willen nicht ab. Gut fünf Meter Auto stehen da ziemlich selbstbewusst auf der Straße. Und mit 299 PS und 630 Nm fühlt sich auch die Fortbewegung entsprechend souverän an.

Mit 299 Pferdestärken ging es also Richtung Reitstall.

Und dort, wo Pferde normalerweise tatsächlich zu Hause sind, stand der neue Q7 später ganz präsent und illuminiert in der Reithalle – die versammelten Pferdchen diesmal allerdings unter der Haube.

Ein schönerer Ort für die Präsentation eines großen SUV hätte sich vermutlich nur schwer finden lassen.

Niklas stellte mich der Audi-Crew vor. Bereits ab 17 Uhr hatte Audi Hamburg seine Gäste zu einem Pre-Welcome eingeladen. Eine Stunde Zeit, um anzukommen, sich kennenzulernen und sich ganz ungezwungen mit dem neuen Q7 zu beschäftigen.

Danach begann die eigentliche Küchenparty.

Foto: Syltexklusiv- Stefan Kny

350 Gäste – und trotzdem fühlt es sich persönlich an

Die Küchenparty im Restaurant Reitstall Klövensteen fand zum zweiten Mal statt. Rund 350 Gäste waren gekommen – ein großer Teil Freunde und Stammgäste des Hauses, dazu Freunde, Kunden und Gäste von Audi Hamburg.

Charlotte und Daniel Ambratis, das Gastgeberpaar des Reitstalls, hatte ich zuvor noch nie getroffen. Aber manchmal reichen tatsächlich die ersten Minuten, um zu verstehen, warum ein Haus funktioniert. Bei den beiden hatte ich ziemlich schnell dieses Gefühl.

Ihre gemeinsame Geschichte begann 2015 auf dem Hamburger Süllberg, wo sie sich kennen- und lieben lernten. Beide kommen aus der Gastronomie und kennen die klassische À-la-carte-Küche ebenso wie den Qualitätsanspruch der Sternegastronomie. Hinzu kommt Erfahrung mit großen Veranstaltungen und Caterings. Heute führen sie gemeinsam den Reitstall Klövensteen und verfolgen dort einen Ansatz, den sie selbst als „traditionell-innovativ“ beschreiben.

Und das passt erstaunlich gut zu diesem Ort.

Denn der Reitstall versucht gar nicht erst, seine Geschichte zu verstecken. Im Gegenteil. Gastraum, Kutscherstube, Kaminzimmer und Reiterbar tragen den Charakter des Hauses weiter, aus Teilen der Räumlichkeiten blickt man direkt in die Reithalle. Bei der Übernahme sollte deshalb auch kein radikaler Stilbruch entstehen. Der Charakter des klassischen Reiterstübchens blieb erhalten und wurde um Elemente eines englischen Countryhouse-Stils ergänzt.

Vielleicht funktioniert gerade deshalb eine Küchenparty hier so gut. Der Ort ist groß genug für ein solches Ereignis, wirkt aber trotzdem nicht wie eine beliebige Eventlocation.

Und dann versteht man auch, warum Charlotte und Daniel für diesen Abend so viele befreundete Köche und Winzer zusammenbekommen haben.

Denn hier hatte man nicht den Eindruck: Wir haben 350 Gäste und müssen sie versorgen.

Eher: Wir haben 350 Gäste eingeladen und wollen mit ihnen einen richtig guten Abend verbringen.

Foto: Restaurant Reitstall Klövensteen

Wer bei der Küchenparty am Herd stand

Was eine Küchenparty ausmacht, sind am Ende vor allem die Menschen. Und davon waren im Reitstall Klövensteen einige zusammengekommen. Köche aus Hamburg und weit darüber hinaus kochten nicht irgendwo hinter verschlossenen Küchentüren, sondern mittendrin – jeder mit seiner eigenen Handschrift und einem Gericht, das den Abend ein Stück weitertrug. 

Mit dabei waren gleich mehrere ausgezeichnete Köche: Jan Diekjobst vom mit einem Michelin-Stern ausgezeichneten Detmolder Hof in Detmold servierte geschmortes Shortrib mit Steinpilz, Pflaume und Petersilienwurzel. Marcel Görke vom Hamburger Heimatjuwel, ebenfalls mit einem Stern ausgezeichnet, brachte mit seiner Zwetschge „Kir Royal“ die süße Seite des Abends ins Spiel. Stefan Fäth vom Ein-Sterne-Restaurant Jellyfish in Hamburg setzte auf geflämmten Müritz-Wels mit Birne, Bohne und Aal. 

Foto: Syltexklusiv- Stefan Kny

Dazu kam Kirill Kinfelt von Kinfelts in Hamburg mit Orecchiette, Trüffel und Parmesan. Sascha Krahe vom Zum kleinen Leuchtturm in Putbus bereitete Tempura-Riesengarnele Teriyaki mit gepickelter Gurke, Wakame, Nüssen und Zitronengras-Kokosschaum zu. Nico Campe vom GUDN. in Mainz servierte Okonomiyaki mit Lauchpuffer, Krabbe und Yuzu, während Veit Brenner vom Deer in Hamburg sein Beef Tatar „Ramen“ mit Kimchi, Miso, Koriander und Schweinebauch kombinierte. 

Niklas Niemeyer aus Niemeyers Landgasthof in Stapel war mit Maishähnchenbrust im Jamaican-Jerk-Style dabei. Torsten Pistol von Pistole Hardcore Food aus Badbergen servierte Zwiebelceviche mit Ike-Jime-Zander. Jan-Hendrik Bröcker und Thomas Ebel von der Speisenwerft in Henstedt-Ulzburg brachten ein Ragout vom Kalbsossobuco mit Fregola-Risotto, Pfifferlingen und Chips vom Röstgemüse auf den Teller. Und natürlich kochte auch Gastgeber Daniel Suhm vom Restaurant Reitstall Klövensteen selbst: Bei ihm gab es Shawarma von der geräucherten Rinderschulter. 

Eine Küchenparty wäre allerdings nur eine halbe Küchenparty, wenn zu all dem Essen nicht auch entsprechend eingeschenkt würde. Dafür waren fünf Weingüter vertreten: Weingut Spiess aus Bechtheim in Rheinhessen, Schloss Ortenberg aus Baden, Salwey aus Vogtsburg im Kaiserstuhl, Emil Bauer aus Nußdorf in der Pfalz und Goldatzel aus Johannisberg im Rheingau. Dazu kam Dr. Bürklin-Wolf aus Wachenheim in der Pfalz. Die Auswahl reichte vom Riesling und Sauvignon Blanc über Weiß- und Grauburgunder bis zu Spätburgunder, Cabernet Sauvignon, Petit Verdot und Rosé. Elf Köche, sechs Weingüter und ganz unterschiedliche kulinarische Handschriften an einem Abend – genau diese Mischung machte aus einem Essen eine Küchenparty: Man probierte hier, schaute dort über die Schulter, kam ins Gespräch und stand wenig später schon beim nächsten Koch oder Winzer. Das klassische Restaurantprinzip mit Tisch, Gangfolge und Distanz war für diesen Abend aufgehoben. Und genau darin lag sein Reiz.

Und Audi?

Fast könnte man den Q7 bei all dem Essen vergessen.

Aber eben nur fast.

Das Interessante war, wie ungezwungen Audi an diesem Abend funktionierte. Niemand musste sich einen Vortrag anhören, niemand wurde in ein Verkaufsgespräch gedrängt. Die Autos waren einfach da.

Und damit wurden sie automatisch zum Gesprächsanlass.

Vielleicht hatte schon die Fahrt im Shuttle neugierig gemacht. Vielleicht war es der Q7, der illuminiert in der Reithalle stand. Vielleicht ergab sich das Gespräch auch einfach irgendwann zwischen zwei Kochstationen.

Audi Hamburg ließ das geschehen.

Zwischen Küche, Wein und Gesprächen kamen Interessenten mit den Audi-Leuten zusammen. Nicht am Verkaufstresen, sondern mit einem Glas in der Hand und vielleicht gerade noch diskutierend, ob man nicht doch ein zweites Mal zu einer der Kochstationen gehen sollte.

„Ihr habt viele Gemeinsamkeiten“

Und dann zeigte sich, dass Niklas Moesche an diesem Abend noch ein weiteres Talent hatte.

Er stellte mir einen Mann aus der IT-Branche vor. Sein gesamtes Intro bestand im Grunde aus einem Satz:

„Ihr habt viele Gemeinsamkeiten.“

Mehr brauchte es tatsächlich nicht.

Sylt, die Leidenschaft für Autos, gutes Essen – genügend Stoff also für die ersten fünf Minuten. Daraus wurde mehr als eine Stunde intensives Gespräch.

Irgendwann war klar: Wir treffen uns ganz bald auf Sylt wieder.

Einen besonderen Whisky habe ich für diesen Abend bereits versprochen. Das sollte mir gelingen.

Solche Begegnungen lassen sich nicht planen. Man kann ihnen aber den richtigen Rahmen geben. Und vielleicht war genau das eine der Stärken dieses Abends. Audi Hamburg hatte seine Gäste nicht einfach vor ein neues Auto gestellt, sondern Menschen zusammengebracht, bei denen ein gemeinsames Interesse schnell zu einem guten Gespräch wurde.

Um 21.30 Uhr war der offizielle kulinarische Teil zwar beendet, der Abend aber noch lange nicht. Die Küchenparty ging in eine After-Dinner-Lounge mit DJ über.

Vielleicht sehen wir uns auf Sylt wieder

Ein rundum gelungener Abend also. Einer, bei dem am Ende nicht nur die Qualität der Küche, der Wein oder der neue Q7 in Erinnerung bleiben, sondern vor allem die Begegnungen und Gespräche.

Ganz ohne Arbeit ging es für mich dann allerdings doch nicht.

Die neue Ausgabe von Syltexklusiv, die am 10. Oktober dem Hamburger Abendblatt beiliegt, hatte ich natürlich dabei. Und so landete sie im Laufe des Abends auch bei dem einen oder anderen Entscheider von Audi Hamburg in der Hand.

Man weiß schließlich nie, was aus einem guten Abend noch entsteht.

Vielleicht steht der neue Audi Q7 demnächst nicht mehr illuminiert in einer Reithalle, sondern bei uns auf Sylt. Für einen ausführlichen Fahrbericht gäbe es auf der Insel jedenfalls genügend passende Kilometer.

Ich hätte da schon ein paar Ideen.

Bis dahin sage ich erst einmal: Danke an Niklas Moesche und das Team von Audi Hamburg für die Einladung, an Charlotte und Daniel Ambratis und ihr Team für die Gastfreundschaft – und an all die Köche und Winzer, die aus einer Küchenparty tatsächlich eine ziemlich besondere Küchenparty gemacht haben.

Es war ein richtig guter Abend.

Und wer nach all den Pferdestärken jetzt selbst das Bedürfnis verspürt, mit dem neuen Audi Q7 auf Tuchfühlung zu gehen: Mein Tipp ist Niklas Mösche von Audi Hamburg Nord. Er weiß nicht nur, welches Auto passen könnte, sondern offenbar auch, welche Menschen man miteinander bekannt machen sollte.

Niklas Mösche · Audi Hamburg Nord
Telefon +49 40 600030 375
niklas.moesche@volkswagen-hamburg.de

Titelfoto: Syltexklusiv- Stefan Kny

Stefan Kny
Stefan Kny
Stefan Kny ist Verleger, Journalist und Chefredakteur. Auf syltexklusiv.com schreibt er mit Begeisterung über das, was ihn bewegt: von Ausstellungen und Autotests bis hin zu neuen Themenwelten, die auf Sylt beginnen – oder dort ihre ganz eigene Tiefe entfalten.

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