Inhaltsverzeichnis
- Intro
- Ein Familienunternehmen mit Startup-Flair
- Smart Glasses zum Anfassen
- Warum der lokale Optiker plötzlich wieder Zukunftsort wird
- Ray-Ban lässt grüßen
- Illusionen, Sport und Speisekarten
- Promis, Netzwerk und ein Abend ohne Hamburger Regen
- Wenn die nächste Generation den Abend eröffnet
- Technik ist gut. Begegnung ist besser.
- Der nächste Test gehört nach Sylt
Intro
Aktuell kommt man in Hamburg an der OMR kaum vorbei. Die Stadt wirkt in diesen Tagen ein wenig wie ein großes Klassentreffen der Digitalbranche: überall Menschen mit Badges, Gespräche über KI, Plattformen, Marken, Reichweite, Zukunft. Und mittendrin ein Unternehmen, das man auf Sylt bestens kennt: Optiker Bode, vertreten unter anderem in Kampen und Westerland.

FRAME THE FUTURE 2026 – OMR Side Event im Optiker Bode Backyard © André Mischke / Optiker BODE
Optiker Bode hatte am Dienstagabend zum „FRAME THE FUTURE 2026“-Event in die Unternehmenszentrale nach Hamburg-Eppendorf eingeladen. Ein offizielles OMR Side-Event — und doch fühlte es sich nicht wie eine der üblichen Marketingveranstaltungen an, bei denen man ein Produkt hinter Glas bewundert und danach mit einem Glas irgendetwas Sprudelndem wieder nach Hause geht.
Hier ging es um Nähe. Um Ausprobieren. Um Generationen. Und natürlich um Brillen.
Ein Familienunternehmen mit Startup-Flair
Ich bin ein großer Freund von Unternehmern, die über mehrere Generationen hinweg geführt werden und dabei nicht müde werden, sich immer wieder neu zu erfinden — ohne ihre Grundwerte zu verlassen. Genau das macht Optiker Bode interessant.
Die erste Filiale wurde im März 1938 in Hamburg-Barmbek eröffnet, damals durch den staatlich geprüften Augenoptikermeister Hans Bode. Heute gehört Optiker Bode mit mehr als 80 Filialen und rund 550 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu den größten Augenoptik-Unternehmen Deutschlands. Geführt wird das Unternehmen inzwischen in dritter Generation von der Familie Bode.

Carsten Bode wird dabei von seiner Frau Sybille sowie seiner Schwester Sandra Bode unterstützt. Die Formulierung „Traditionshaus mit Startup-Flair“ trifft es ziemlich gut. Denn hier geht es nicht darum, Tradition museal auszustellen. Vielmehr wird sie als Fundament genutzt, um neue Themen früh aufzugreifen. Und wenn KI, Smart Glasses und vernetzte Alltagsbegleiter gerade überall diskutiert werden, dann liegt es nahe, dass ein Optikerunternehmen diese Entwicklung nicht nur beobachtet, sondern auf die eigene Bühne holt.

Smart Glasses zum Anfassen
Dass KI inzwischen fast überall Einzug hält, nutzte Optiker Bode zum wiederholten Mal als Anlass für ein Side-Event der OMR. Und ja, natürlich ging es um Brillen. Aber eben nicht nur um Brillen im klassischen Sinne.
Im Mittelpunkt standen die neuesten Smart Glasses von Ray-Ban Meta und erstmals auch Oakley Meta. Gemeinsam mit EssilorLuxottica wurden sie nicht nur präsentiert, sondern in verschiedenen Situationen erlebbar gemacht. Die geladenen Gäste — über 500 waren es an diesem Abend — konnten sich gegen Vorlage des Personalausweises selbst ein Bild machen. Ich inklusive.
Und genau das war der entscheidende Unterschied: Es blieb nicht bei schönen Worten über Innovation. Man konnte die Brillen aufsetzen, ausprobieren, testen, anfassen, erleben.
Die Modelle verbinden klassisches Brillendesign mit moderner Technologie. Integrierte Kameras ermöglichen Foto- und Videoaufnahmen aus der eigenen Perspektive. Offene Lautsprechersysteme erlauben Musikstreaming und Telefonate, ohne dass man sich komplett von der Umgebung abschottet. Die Bedienung funktioniert per Sprachbefehl oder über Touch am Bügel. Dazu kommen KI-gestützte Funktionen, die Informationen in Echtzeit liefern können.
Wichtig ist allerdings: Man sollte diese Brillen nicht mit klassischen Augmented-Reality-Brillen verwechseln. Es werden keine digitalen Welten direkt ins Sichtfeld projiziert. Es bleibt ganz klar eine Brille — allerdings eine mit ziemlich spannenden Zusatzfunktionen.

Warum der lokale Optiker plötzlich wieder Zukunftsort wird
Was ich an diesem Thema besonders spannend finde: Meta könnte diese Brillen theoretisch einfach komplett online verkaufen. Ein paar Klicks, Warenkorb, Versandbestätigung — fertig. Doch genau das greift zu kurz. Denn bei einer Brille geht es nicht nur um Technik, sondern auch um Passform, Stil, Beratung und Vertrauen.
Gerade deshalb ist der Weg über qualifizierte lokale Partner so interessant. Wer eine solche Smart Glasses ausprobieren möchte, geht nicht nur auf eine Produktseite, sondern schlägt beim Optiker vor Ort auf. Dort kann man testen, wie die Brille sitzt, wie sie wirkt, ob sie zum eigenen Gesicht passt — und natürlich auch, ob sie gegebenenfalls an die eigene Sehstärke angepasst werden kann.

FRAME THE FUTURE 2026 – OMR Side Event im Optiker Bode Backyard © André Mischke / Optiker BODE
Nebenbei entdeckt man vielleicht noch eine andere Fassung, ein schönes Accessoire oder bekommt eine Beratung, die online schlicht nicht zu ersetzen ist. Ausgerechnet ein digitales Produkt kann so Menschen wieder in den stationären Handel führen. Das ist ein kluger Gedanke: Technologie wird nicht gegen den lokalen Handel gedacht, sondern mit ihm.
Für ein Unternehmen wie Optiker Bode ist das eine enorme Chance. Denn hier trifft das Neue nicht auf anonyme Logistik, sondern auf Beratungskultur, Erfahrung und persönliche Begegnung.

FRAME THE FUTURE 2026 – OMR Side Event im Optiker Bode Backyard © André Mischke / Optiker BODE
Ray-Ban lässt grüßen

FRAME THE FUTURE 2026 – OMR Side Event im Optiker Bode Backyard © André Mischke / Optiker BODE
Natürlich habe ich mir die Brille auch selbst kurz aufgesetzt. Und mein erster Eindruck war weniger futuristisch, als man vielleicht vermuten würde — im positiven Sinne.

Das Objekt der Begierde des Abends trägt sich wie eine echte Brille. Leicht, unaufdringlich, alltagstauglich. Vom Design her lässt Ray-Ban grüßen, und genau das dürfte ein wichtiger Punkt sein: Diese Brille sieht nicht aus wie ein technisches Experiment, sondern wie ein Accessoire, das man tatsächlich tragen würde.
Gerade darin liegt ihre Stärke. Sie muss nicht laut nach Zukunft aussehen. Sie funktioniert eher über Selbstverständlichkeit.

FRAME THE FUTURE 2026 – OMR Side Event im Optiker Bode Backyard © André Mischke / Optiker BODE
Illusionen, Sport und Speisekarten
Optiker Bode hatte den Abend nicht als reine Produktpräsentation inszeniert, sondern als Erlebniswelt. An verschiedenen Stationen konnten die Gäste ausprobieren, wie sich Smart Glasses im Alltag einsetzen lassen.

Eine Installation des Museums der Illusionen Hamburg sorgte für Perspektivwechsel und zeigte besonders gut, wie spannend Aufnahmen aus der Ich-Perspektive sein können. An der Sport-Station von Fitness First Eppendorf standen vor allem die Oakley Meta Modelle im Mittelpunkt. Dort wurden sie unter aktiveren Bedingungen getestet — also näher an dem, was man sich bei Sport, Bewegung und Outdoor-Nutzung vorstellen kann.

FRAME THE FUTURE 2026 – OMR Side Event im Optiker Bode Backyard © André Mischke / Optiker BODE
Auch kulinarisch wurde die Technik spielerisch eingebunden. Ein asiatischer Foodtruck, ein Crêpestand und Drinks von GlocalGin sorgten für die passende Begleitung. Besonders charmant: Speisekarten konnten direkt über die Smart Glasses übersetzt werden.

Das klingt zunächst wie ein kleines Detail, zeigt aber ziemlich gut, worum es bei dieser Technologie geht: nicht um Science-Fiction, sondern um Alltag.

Promis, Netzwerk und ein Abend ohne Hamburger Regen

FRAME THE FUTURE 2026 – OMR Side Event im Optiker Bode Backyard © André Mischke / Optiker BODE
Wer an diesem Abend eingeladen war, staunte nicht schlecht, wer alles in Hamburg-Eppendorf aufschlug. Unter den Gästen waren unter anderem die Schauspielerinnen Andrea Lüdke, Andrea Gerhard, Cosma Dujat sowie Christiane Leuchtmann mit ihrem Sohn Johannes Valentin Korff. Ebenfalls vor Ort: Unternehmerin Britta Becker, Star-Visagist Boris Entrup, die Models Louisa Kapitza und Louisa Mazzurana, Star-Friseur Jörg Oppermann mit Ehemann Timothy sowie Food-Podcaster Boris Rogosch mit Helga und Greta von „OmaLiebe“.

FRAME THE FUTURE 2026 – OMR Side Event im Optiker Bode Backyard © André Mischke / Optiker BODE
Dazu kamen Nikolina Lackovic vom Museum der Illusionen Hamburg mit ihrem Ehemann, Handballprofi und HSV-Handball-Trainer Blazenko Lackovic, sowie Influencer wie Jonas „Ben“ Bernschneider, Magdalena Fink und Fernanda Lintner. Autorin Dr. Yana Fehse und Künstlerin Manuela Rathje zählten ebenfalls zu den Gästen.

FRAME THE FUTURE 2026 – OMR Side Event im Optiker Bode Backyard © André Mischke / Optiker BODE
Und ja: Hamburg zeigte sich an diesem Abend gnädig. Kein typischer Hamburger Regen, sondern eine Atmosphäre, in der man drinnen und draußen ins Gespräch kam, testete, schaute, probierte und netzwerkte.

Wenn die nächste Generation den Abend eröffnet
Besonders schön war die Eröffnung des Abends. Nicht wie gewohnt Carsten und Sybille Bode begrüßten die Gäste, sondern erstmals ihre Söhne John und Henri Bode. Das war mehr als eine nette familiäre Geste. Es passte genau zum Thema des Abends: Generationen verbinden.

FRAME THE FUTURE 2026 – OMR Side Event im Optiker Bode Backyard © André Mischke / Optiker BODE
Denn Optiker Bode erzählte an diesem Abend nicht nur von technologischer Zukunft, sondern zeigte auch, wie ein Familienunternehmen Zukunft intern weiterdenkt. Tradition, Übergabe, neue Perspektiven — all das bekam plötzlich ein Gesicht.
Technik ist gut. Begegnung ist besser.

Die Stimmung an diesem Abend war angenehm offen: Neugier auf die Brillen, Partystimmung durch DJ Mr. Kenou und Sängerin Linh Tran, dazu entspanntes Netzwerken. So macht ein Event Spaß.

Und man merkte bei aller Liebe zur Technik: Die Menschen sehnen sich nach echten Veranstaltungen. Nicht nach dem hundertsten Zoom-Meeting, nicht nach der nächsten sterilen Produktpräsentation, sondern nach Begegnung. Live, in Farbe, offline.

FRAME THE FUTURE 2026 – OMR Side Event im Optiker Bode Backyard © André Mischke / Optiker BODE
Vielleicht war genau das die eigentliche Stärke des Abends. Optiker Bode zeigte nicht nur, was Smart Glasses heute können. Das Unternehmen zeigte auch, wie stationärer Handel Zukunft erzählen kann: nicht abstrakt, sondern erlebbar. Nicht als Angst vor dem Digitalen, sondern als Einladung, es selbst auszuprobieren.

Der nächste Test gehört nach Sylt
Ich habe an diesem Abend jedenfalls beschlossen, das Thema nach Sylt mitzunehmen. Smart Glasses mit Sylter Motiven, im Alltagstest, zwischen Kampen, Westerland, Strandhafer, Meer, Gesprächen und vielleicht auch einem Blick auf das, was diese Technologie im touristischen, journalistischen und ganz normalen Alltag leisten kann.
Denn eines kann ich schon jetzt sagen: Diese Brille ist kein Raumschiff. Sie ist eine Brille. Aber eine Brille mit coolen Gadgets, mit Alltagspotenzial und mit einem Design, das nicht nach Technikmesse aussieht.
Danke an Optiker Bode für einen gelungenen Abend. Und ich schaue jetzt mal, ob ich eine Brille für einen längeren Test bekomme.
Titelfoto: FRAME THE FUTURE 2026 – OMR Side Event im Optiker Bode Backyard
© André Mischke / Optiker BODE
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