Am 23. März 2025 war es wieder soweit: Der Surf Club Sylt e.V. lud zum alljährlichen Beach Cleanup ein, ein Tag, an dem die Gemeinschaft Hand in Hand arbeitet, um die natürliche Schönheit Sylts zu bewahren. Dieses Jahr markierte ein besonderes Jubiläum – 15 Jahre engagiert sich der Club nun schon für den Schutz der Insel Sylt. Mehr als nur eine Aufräumaktion, ist dieses Ereignis ein Zeichen der tiefen Verbundenheit mit der Insel. Und das spürt man.
Gemeinschaftseinsatz: Wiederholungstäter und neue Helfer
Viel zu früh, um 10 Uhr, traf ich am Parkplatz des Samoa Seepferdchen ein, bereit, meinen Beitrag zu leisten. Kurz nach 10:30 Uhr gesellte sich Tanja zu mir, ausgestattet mit allem, was man für die Säuberungsaktion braucht. Während wir auf weitere Helfer warteten, teilte ich meine Erfahrungen vom letzten Jahr und meine Begeisterung, wieder dabei zu sein. Wir trafen auf vertraute Wiederholungstäter sowie einige neue Gesichter, die sich rasch als ebenso engagiert herausstellten. Insgesamt versammelten sich 20 Personen an diesem Standort. Ich erinnerte mich an das letzte Jahr, als leichter Nieselregen fiel und ich mit Nils am Rantumer Campingplatz stand – damals mein erstes Beach Cleanup. Hier nachzulesen.
Gemeinsam zogen wir los in Richtung Taatjem Deel, begleitet von der frischen Meeresbrise.
Kreative Rettung: Seltene Funde für die Kunst
Tanja wies uns an, dass wir, falls wir ganz seltene Plastikteile wie beispielsweise eine Nivea-Tube von 1976 oder Ähnliches finden, diese bitte separat sammeln sollten, um sie für ein Kunstprojekt zu verwenden. Über dieses Vorhaben werde ich in Kürze mehr berichten. Obwohl weniger Müll als im Vorjahr zusammenkam – ein ermutigendes Zeichen – blieb die Herausforderung bestehen, besonders in den Dünen, wo wir auf zahlreiche Plastikflaschen stießen, die Zeugnis von weiten Reisen ablegten.

Diese Funde verdeutlichen die globale Dimension des Problems: Der Müll, der unsere Strände erreicht, stammt oft von weit her und zeigt, dass Umweltschutz eine grenzüberschreitende Anstrengung erfordert. Deshalb bleibt unser Einsatz nicht nur lokal wichtig, sondern trägt auch zum weltweiten Bewusstsein und Handeln bei. Ostwind und starke Stürme beeinflussen natürlich auch die „Ausbeute“.
Während des Cleanups fanden wir zwei beschädigte „Pick up 3“-Schilder, die darauf hinweisen, dass jeder mindestens drei Teile Müll mitnehmen sollte. Diese Schilder erinnerten uns daran, wie wichtig und wirkungsvoll solch einfache Handlungen sein können. Nach der Sammlung, die bis zum Mittag andauerte und an der 20 Engagierte am Standpunkt Samoa teilnahmen, lud das Samoa Seepferdchen auf Wunsch zu einer stärkenden Suppe und warmen Getränken ein.

Nachhaltige Wirkung: Reflektion und Ausblick
Um 15 Uhr kamen alle Helfer zum gemeinsamen Abschlusstreffen zusammen. Es war ein Moment des Austauschs und der Gemeinschaft, bei dem jeder seine Geschichten und Erlebnisse teilte. Eine mega leckere vegetarische Kürbis-Kartoffelsuppe von Ulf Dörge, zubereitet mit frischen Zutaten von Jens Vollquardsen vom ErdbeerParadies, serviert mit exzellentem Sauerteigbrot aus der Bäckerei Lund in Hörnum und von Flens bereitgestellten Softdrinks sorgten für einen herrlichen Ausklang. Ca 30 Müllsäcke kamen zusammen, die an den verschiedenen Standorten in Nachgang eingesammelt wurden.(Siehe surfclubsylt bei Instagram) Die Wärme und Hilfsbereitschaft untereinander sucht hier wirklich ihresgleichen. Das ist auf Sylt wirklich einmalig, dies fiel mir erst kürzlich bei Sophias Blumerei auf.
Die mediale Begleitung des Events wird bald in der Mediathek verfügbar sein, und ich freue mich darauf, diesen Link zu teilen. Die Sonne, die uns tagsüber begleitete, war ein perfekter Abschluss für einen erfolgreichen Tag.
Mit Stolz blicke ich zurück und freue mich darauf, auch im nächsten Jahr wieder dabei zu sein. Dies ist mein Aufruf an jeden: Lasst uns das ganze Jahr über ein persönliches Beach Cleanup durchführen, wann immer wir am Strand sind. Denn wir haben nur diese eine wunderschöne Insel, und es liegt an uns, sie zu schützen.
Danach war ich noch fix beim eintreffenden Rheingoldexpress, darüber lest ihr hier.