Inhaltsverzeichnis
- Intro
- Bernd, nimm uns mit an den Anfang – wie ist frankfurtkind überhaupt entstanden?
- Wie wurde aus dieser Idee eine echte Marke?
- Und wann kam Sylt ins Spiel?
- Wie entstand daraus konkret die Idee zu syltkind?
- Wie kam es dann zum Namen „syltkind“?
- Warum gibt es nicht noch mehr „-kind“-Städte?
- Was bedeutet Sylt persönlich für dich?
- Was steckt hinter der Marke syltkind?
- Und ganz zum Schluss – eine Frage, die du an deine Leser stellst?
Intro
Es ist einer dieser Tage in Westerland, an denen der Wind Geschichten erzählt. Zwischen vorbeiziehenden Inselgästen, dem Rauschen der Nordsee und dem leisen Kreischen der Möwen treffe ich Bernd – den Kopf hinter den Marken frankfurtkind und syltkind. Zwei Welten, die gegensätzlicher kaum sein könnten: die urbane Energie Frankfurts und die raue, fast poetische Weite Sylts.
Und doch verbindet sie bei ihm etwas sehr Persönliches.
Wir sitzen unweit der Friedrichstraße, sprechen über Herkunft, Erinnerungen und darüber, wie aus Momenten Marken werden. Bernd erzählt nicht einfach von Mode. Er erzählt von Geschichten – von Kindheit, Identität und dem Gefühl, an zwei Orten gleichzeitig zuhause zu sein.
Was als Idee an einem Küchentisch in Frankfurt begann, führt heute bis an die Küste der Nordsee. Es ist die Geschichte eines Mannes, der nicht Trends folgt, sondern Emotionen sichtbar macht.
Ein Gespräch über Wege abseits des Mainstreams, über das Sehen von Dingen, die andere übersehen – und über die Frage, was es eigentlich bedeutet, ein „Kind“ eines Ortes zu sein.
Interview: „Einmal Frankfurt – Sylt und wieder zurück“

Ein Gespräch mit Bernd, dem Kopf hinter frankfurtkind und syltkind
Bernd, nimm uns mit an den Anfang – wie ist frankfurtkind überhaupt entstanden?
Ich bin Bernd und erzähle Euch diese Geschichte einer wundervollen und spannenden Reise.
Alles begann 2020, an einem Küchentisch in Frankfurt Oberrad, mit den alten Filmen meines Vaters aus meinem Geburtsjahr, das Jahr 1966.
Vom Mainufer über den Römer, Dom, zum alten HenningerTurm und Alt-Sachsenhausen.
Hier steht auch noch heute mein Geburtshaus, inmitten des heutigen Alt-Sax.
Das Blättern durch ein Bilderalbum des Großvaters zeigte auf der ersten Seite mein pausbäckiges Gesicht.
Eigentlich hätte ich das Kind auf der Kinderschokoladenpackung sein können, dachte ich
Hierzu gibt es natürlich auch eine Geschichte, die ich gerne ein anderes Mal erzähle.
Mit diesen beiden Eindrücken war es klar…und frankfurtkind als Marke geboren.
Aber wie zu jeder guten Idee gehört auch ein wenig Verrücktheit und unser gutes Stöffsche, der Apfelwein dazu.
Wie wurde aus dieser Idee eine echte Marke?
Nun war klar, die Streetwear Marke heißt frankfurtkind und musste jetzt mit Leben gefüllt werden.
Es brauchte Motive, die auf Shirts, Hoodies und Accessoires gedruckt werden konnten.
Motive die unserer Frankfurt mit all seinen unterschiedlichen Facetten zeigt waren zu genüge in meinem Kopf und mussten jetzt nur noch mit Geschichten gefüllt werden.
Geschichten und kurze Stories sind für mich in meiner Arbeit an Motiven ein ganz wichtiger Bestandteil und erweckt die Motive zum Leben.
In den jetzt über 6 Jahren hat sich frankfurtkind stätig weiterentwickelt und ist mit weit über 60 Motiven und mit über 1.000 Varianten die größte eigenständige Markenkollektion in Frankfurt, mit eigenem Store und Produktion in Bornheim, an einer der schönsten Meilen der Stadt. Der Bergerstr.
Und wann kam Sylt ins Spiel?
Sylt zählt für mich schon seit der Kindheit zu einem ganz besonderen Fleckchen Erde.
Immer wieder war Sylt Ausgangspunkt für neue Wege und neue Lebensmomente.
Ein langer Spaziergang am Strand, ob regen oder Sonne, sind die Kraftquelle für mich.
Auch hier sind es immer wieder diese Lebensmomente mit ihren Höhen und Tiefen, die neue Ideen hervorbringen und neue Geschichten schreiben.
Ihr merkt, Geschichten ziehen sich wie ein roter Faden durch mein Leben.
Denn Geschichten erzählen etwas.
Geschichten vermitteln Emotionen.
Wie entstand daraus konkret die Idee zu syltkind?
Nun ging ich, wahrscheinlich wie die vielen Tausend Inselbesucher über die Einkaufsstraßen Westerlands, mit Blick nach oben, vorne oder rechts und links.
Kaum einer nimmt die Dinge wahr die auf dem Boden auch eine Geschichte erzählen.

Nämlich die der Westerland Kanaldeckel, über die wir alle täglich laufen und sie nicht beachten.
Damit hatte ich doch schon das erste Motiv, wie schon mit frankfurtkind.
Hier erzählen Bodenplatten und Gedenksteine auch eine Geschichte, die sich auf den Kollektionen wiederfinden.

Und Ihr merkt, jetzt war zuerst das Motiv und die Storry dazu in meinem Kopf.
Jetzt musste nur noch ein Name gefunden werden, wie das Kind heißen sollte.
Der Weg war nun nicht weit.
Wie kam es dann zum Namen „syltkind“?
Sylt in Verbindung mit meinen Kindheitserinnerungen.
Da war es doch klar, die Marke konnte nur „syltkind“ heißen.
Und da auch in frankfurtkind der I-Punkt rot ist, ist er auch bei syltkind rot und eine Möve ziert ihn, mit Blick auf Sylt.
Schnell war das Logo, wie in den weißen Sand am Strand gezogen, entworfen und ziert nun als Markenname alle syltkind Kollektionen.
Warum gibt es nicht noch mehr „-kind“-Städte?
Ich wurde schon oft gefragt, ob ich nicht auch für andere Städte das x-kind machen möchte.
Allerdings musste ich hier nicht lange überlegen.
Es muss für mich immer einen emotionalen Bezug zu dem geben, was ich mache.
Und es gibt nur zwei Plätze zu denen ich genau diesen Bezug habe und auch fühle.
Das ist natürlich meine Geburtsstadt Frankfurt als homebase und mein Seelenfleck Sylt.
Was bedeutet Sylt persönlich für dich?
Immer wenn ich aus dem Zug steige und aus der Bahnhofshalle gehe, mir der Wind um die Nase weht, ich die Möven höre, ist es passiert.
Ein unbeschreibliches Glücksgefühl ergreift mich jedes Mal.
Dann der Weg über die Friedrichstraße zum Tor des Glücks sind immer diese Momente für die es sich lohnt den weiten Weg von Frankfurt zu machen.
Ich wäre jetzt nicht ich, wenn ich meinem eigenen Weg des Glücks gefunden hätte.
Da gibt es diese lange Treppe, die wenn du oben angekommen bist die ganze Schönheit der Insel preisgibt.
Für mich sind die Wege, weg vom Mainstream der rote Faden.
Was steckt hinter der Marke syltkind?
Syltkind ist ein Lebensgefühl, ein Lebensgefühl das ich gerne mit anderen Teile und fühle.
Du musst nicht in Frankfurt oder auf Sylt geboren sein, um ein Kind dieser zwei Orte zu sein, die gegensätzlicher nicht sein könnten.
Du musst diese Orte nur im Herzen fühlen, dann bist Du ein Kind dieser Stadt und dieser Insel.
Und ganz zum Schluss – eine Frage, die du an deine Leser stellst?
Bist Du auch ein Kind wie ich?
Danke für das Interview Bernd.
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