Ein Leitfaden für alle, die wirklich in die Medien/Presse auf Sylt wollen.
Inhaltsverzeichnis
- Intro
- Pressearbeit beginnt nicht bei dir – sondern bei der Redaktion
- So kommst du überhaupt an Redaktionen ran (ohne zu nerven)
- Die perfekte erste Mail: Kurz, charmant, neugierig machend
- Denk wie eine Redaktion – nicht wie ein Werbetexter
- Vorbereitung ist alles: Das Medienpaket
- Wie du Redaktionen aufweckst (statt sie einzuschläfern)
- Die perfekte Pressemeldung – auch mit Sylt-Bezug
- Warum Syltexklusiv kein klassisches Medium ist – und das dein Vorteil ist
- Die goldene Regel der Pressearbeit
Intro
Pressearbeit klingt für viele wie: „Ich schreibe eine Mail, hänge eine PDF an, und dann berichten die Medien über mich.“
Die Realität: Redaktionen bekommen hunderte Mails pro Tag. Und die meisten davon sind… langweilig. Brutal langweilig. Einschläfernd. Einschläfernder als Regenradar-Updates.
Wenn du willst, dass deine Geschichte auffällt – besonders auf Sylt, wo täglich irgendwer irgendwas eröffnet, relauncht oder „neu denkt“ – musst du anders denken.
Pressearbeit beginnt nicht bei dir – sondern bei der Redaktion
Der größte Fehler:
„Ich finde das spannend, also muss die Presse das auch tun.“
Nein.
Redaktionen denken nicht in dir, sondern in Lesern.
Und Leser denken nicht: „Oh toll, ein neues Angebot!“
Sondern:
Was habe ich davon?
Warum ist das relevant?
Was ist hier anders?
Was erzählt man beim Dinner weiter?
Stell dir immer diese Frage:
Würde ich diesen Artikel freiwillig lesen?
Wenn die Antwort „Naja“ ist – zurück an den Start.
So kommst du überhaupt an Redaktionen ran (ohne zu nerven)
Nein, du brauchst kein geheimes Medien-Adressbuch aus Hogwarts.
Aber du brauchst:
1. Die richtigen Medien
Nicht jedes Medium passt zu dir. Punkt.
Ein Sylter Lifestyle-Magazin interessiert sich nicht für deine neue Excel-App.
Und ein Wirtschaftsmagazin nicht für deine neuen Strandkörbe mit Fransen.
2. Die richtigen Ansprechpartner
„Sehr geehrte Damen und Herren“ ist der Tod jeder Pressemail.
Such dir echte Menschen:
Redakteure, Ressortleiter, freie Autoren.
3. Timing
Freitag um 17:42 Uhr ist keine gute Idee.
Montagmorgen im News-Sturm auch nicht.
Besser: Dienstag–Donnerstag, vormittags.
Die perfekte erste Mail: Kurz, charmant, neugierig machend
Redakteure lesen keine Romane per Mail.
Sie scannen.
Deine Mail braucht:
✔ Eine Betreffzeile, die neugierig macht
darunter zählt nicht „Pressemitteilung: Neueröffnung“
✔ „Warum ein Sylter Laden gerade alles anders macht“
✔ 3–5 kurze Sätze
✔ Kein Marketing-Sprech
✔ Kein „Wir sind innovativ, einzigartig und visionär“
✔ Ein echter Aufhänger
Denk wie eine Redaktion – nicht wie ein Werbetexter
Redaktionen wollen keine Werbung.
Sie wollen Geschichten.
Nicht:
❌ „Wir haben eröffnet.“
Sondern:
✔ Warum?
✔ Für wen?
✔ Was sagt das über Sylt?
✔ Was sagt das über unsere Zeit?
Gute Pressearbeit beantwortet immer mindestens eine dieser Fragen:
- Ist das neu?
- Ist das ungewöhnlich?
- Ist das emotional?
- Ist das gesellschaftlich relevant?
- Ist das typisch für Sylt?
- Ist das überraschend?
Wenn nichts davon zutrifft: schwierig.
Vorbereitung ist alles: Das Medienpaket
Wenn du professionell auftreten willst, dann bitte nicht:
„Fotos schicke ich später“
„Texte habe ich gerade nicht“
„Ich erklär’s Ihnen am Telefon“
Stattdessen brauchst du:
✔ Eine Kurzbeschreibung (5–6 Sätze)
Was ist das? Für wen? Warum ist es besonders?
✔ Eine Langversion (ca. 1 Seite)
Für Journalisten, die tiefer einsteigen wollen.
✔ 5–7 starke Fakten
Zum Beispiel:
– Wie lange gibt es das?
– Wer steckt dahinter?
– Warum auf Sylt?
– Was ist das Ziel?
– Was unterscheidet euch von anderen?
✔ Gute Fotos
Nicht: dunkle Handybilder, schiefe Horizonte, WhatsApp-Qualität.
Sondern: klare, helle, emotionale Bilder. Und gerne vergessen: Die Angabe eine Copyrights.
Ja, auch Fotografen freuen sich über passives Einkommen, wenn ein Urheberrecht vergessen wird.
✔ O-Töne
Zitate von dir, die man direkt einbauen kann.
Wie du Redaktionen aufweckst (statt sie einzuschläfern)
Redaktionen sind müde.
Wirklich.
Sie lesen täglich Dinge wie:
„Wir freuen uns, Ihnen mitteilen zu dürfen…“
„Ein innovatives Konzept, das neue Maßstäbe setzt…“
„Mit großer Freude eröffnen wir…“
Bitte. Tu das nicht.
Sag stattdessen:
– Was hat dich genervt – und du hast es besser gemacht?
– Was fehlt auf Sylt?
– Was läuft schief?
– Was machst du bewusst anders?
Konflikt + Haltung = Geschichte.
Die perfekte Pressemeldung – auch mit Sylt-Bezug
Eine gute Pressemeldung ist kein Werbetext.
Sie ist ein fertiger Mini-Artikel.
Struktur:
1. Starker Einstieg (kein Bla Bla!)
Nicht: „Am 3. Mai eröffnete…“
Sondern:
Warum ist das relevant?
2. Kontext
Warum jetzt? Warum hier? Warum Sylt?
3. Zitat
Persönlich. Ehrlich. Nicht PR.
4. Einordnung
Was bedeutet das für Gäste, Einheimische, die Insel?
5. Faktenkasten
Ort, Datum, Kontakt, Website
Warum Syltexklusiv kein klassisches Medium ist – und das dein Vorteil ist
Wenn du Syltexklusiv anschreibst, dann bitte nicht wie ein Anzeigenkunden-Formular.
Hier geht es nicht um:
„Wir hätten gern einen Artikel.“
Sondern um:
Haltung
Persönlichkeit
echte Geschichten
ungewöhnliche Perspektiven
Syltexklusiv interessiert sich für Menschen, nicht für Marketing.
Also erzähl:
– Warum du hier bist
– Was du suchst
– Was du verändern willst
– Was dich antreibt
Das ist spannender als jede Rabattaktion: zumindest für den Redakteur 😉
Die goldene Regel der Pressearbeit
Wenn du nur über dich reden willst: Schalte Werbung.
Wenn du willst, dass Medien über dich berichten:
Gib ihnen eine Geschichte.
Und zwar eine, die nicht austauschbar ist.
Lesetipp:
Sylt: Die Lieblingsinsel von Presse und Medien.
Der Autor Stefan Kny bei linkedin.



